Die Oper als Aufführung, nicht als Opernhaus, wofür der Begriff “Oper” auch als pars pro toto steht, fungiert als relativ eng gefasster Sammelbegriff für mehr oder wenig verschiedene Ausprägungen eines musikunterlegten Singspieles. Dieses aber, obgleich es durchaus diverse Variationen desselben gibt, immer folgende Aspekte in sich vereinigen muss: Die Musik (sängerisch und orchestral), das Libretto (der gesungene und teils gesprochene Text), das Schauspiel, der Tanz (Ballett oder Ausdruckstanz), das Bühnenbild, die Kostümierung und die Effekte (Beleuchtung, Nebel usw.). Erst das gemeinsame Miteinander und die Vereinigung der besagten Notwendigkeiten der anerkannten Operndefinition, machen die Oper aus. Das Zusammenspiel diverser darstellerischer und theoretischer Kunstgrundlagen entfaltet ein weitgefächertes Feld, das man letztendlich als Oper definiert, somit ist die Oper von vielen musischen Faktoren abhängig und lässt sich dadurch endlich in verschiedene Ausprägungen und Formen einteilen, deren Erläuterung dieser Text später noch vornehmen wird.